Mendoza – in meinem Kaleidoskop

Kilometerstand Mendoza: 27.689 km

Nach den Tagen auf der Ruta 40 und auch der ’nächtlichen Reifen- und Sternenkunde‘ bin ich froh, wieder in einer interessanten Stadt für ein paar Tage Rast zu sein – in Mendoza.

Die Stadt liegt am östlichen Fuß der Anden in einer klimatisch und von der Bodenstrukur begünstigten Lage. Obwohl bereits der Herbst mit riesen Schritten anrückt, ist es sonnig und die Temperaturen sind sehr angenehm.

Die Stadt ist nach einem zerstörerischen Erdbeben vor mehr als hundert Jahren sehr großzügig wieder aufgebaut worden. Breite Alleen mit Fußgängerwegen an beiden Seiten und in der Mitte – die spanische Rambla lässt grüßen – laden zum Spazieren gehen ein.

Was mir so vor die Kamera kommt, möchte ich wie in einem kleinen Kaleidoskop einfach aneinander reihen.

Schattige Strassen und wunderschöne Plätze, wie z.B. die Plaza España, Plaza Italia, Plaza Chile und die Plaza San Martin finden sich im Stadtzentrum. Sie sind Oasen der Ruhe in einem recht geschäftigen Umfeld.

Nicht nur die Uruguayer haben ein Herz für alte Autos, auch hier in Argentinien sind alte Autos immer noch in Gebrauch oder stehen zumindest in Ausstellungen.

Die kostbaren Stücke werden auf der ‚Rally de las Bodegas‘ ausgeführt

Manche müssen noch harte Arbeit verrichten, wie der Mercedes auf dem Weingut

Und andere sehen nur so aus, als ob sie uralt wären

Wie bereits gesagt, befindet sich Mendoza in einer privilegierten Gegend, die vor allem dem Weinbau zu Gute kommt und da ist natürlich auch die Besichtigung einer Bodega angesagt.

Natürlich werden wir entlang des Prozesses des Weinmachens durch die Kellerei geführt und wie in allen Betrieben sind die großen Fässer wunderbare Ausstellungsstücke und zugleich wird hier die Qualität des Weines beschrieben und gelobt, denn darin reift der Wein eine Zeitlang, um dann in Flaschen abgezogen und im Weinkeller gelagert zu werden.

 

Auf der Plaza de Independencia findet in dieser Woche ein Künstler Wettbewerb – quasi in einem ‚Open Air Atellier‘ –  statt, bei dem jeder Künstler einen Baumstamm zur Verfügung gestellt bekommt und er daraus machen kann, was ihm gerade einfällt. Die Firma Stihl tritt u.a. als Sponsor dieser Veranstaltung auf.

Über mehrere Tage kann ich beobachten, wie aus den Klötzen Kunstwerke werden. Als engagierte Handwerker, ausgestattet mit allem was ein Holzarbeiter braucht, arbeiten die Künstler an ihren Stücken, die mit der Zeit Form annehmen.

So werkt eine Künstlerin mit Kettensäge und Schleifscheibe Tag um Tag an ihrem Stück

Der Nachbar arbeitete an seiner Skulptur

Und ein anderer hält gerade Zweisprache mit seinem entstehenden Kunstwerk

Nach ein paar schönen Tagen in der Stadt mache ich mich auf den Weg und über die Berge nach Chile.

Dabei komme ich an der viel fotografierten Puente de Inka vorbei, bei der heißes mineralhaltiges Wasser aus dem Berg kommt und eine natürliche Brücke geformt hat. Das alte Badehaus wird mit der Zeit eingeschlossen, es ist nicht mehr in Gebrauch.

Zum Abschied von Argentinien lässt sich der Aconcagua, der höchste Berg der Anden, sehen und fotografieren.

Und die Argentinier erinnern uns, bevor es in den Grenztunnel geht, nochmal daran, dass die Malvinas (Falkland-Inseln) für immer argentinisch sind.

Auf Wiedersehen Argentinien!

 

Was auf der anderen Seite des Tunnels kommt, ist eine andere Geschichte, also dran bleiben.

5 Antworten auf „Mendoza – in meinem Kaleidoskop“

  1. hidiho paul ,,na hast das auch probiert was da so seelenruhig und wollschmeckend in den fässern ruht,,grinss na wie ich sehe kommst ja einstück voran…deine tage sind gezählt……dann kommt s kattal,,,, und nix mädles fotographiern auf den strassen grinnsss
    hab heut a bissal quatscht mir sie freut sich riesssssig auf dich und du fehlst jhr so gar (hmmm wieso denn bloss) hahahaha

    pass auf auf dich und fahr sxchön langsam weiter gell gruss ..peter….

  2. Hallo Paul,
    stell dir vor,
    ca 20°C im Schatten, Sonnenbrand in der Eisdiele und abends, Steckerlfisch auf’m Säuferbankerl, kannst du das glauben, wahrscheinlich nicht denn heute ist der 2. April 2011 und wir hatten eine Temperatur wie oft kaum im Sommer.
    Ein wunderschöner Frühlings(Sommer)tag geht zu Ende.
    Wir hoffen, daß es dir auch gut geht, du das Stadtleben genießen kannst nach deinen schrecklichen Abenteuer auf der Landstraße.
    Ganz liebe Grüße Hans und Antonie

  3. Hallo Paul,
    hier meldet sich einmal der Rolli aus Dortmund. Super Reise – Tolle Berichte – Faszinierende Fotos.
    Seit ich vom Gerhard den Hinweis auf Deine Tour bekommen habe, bin ich begeisteter „Mitfahrer“ und auf jeden neuen Bericht gespannt. Gestatte mir bitte, dass ich ein wenig neidisch bin … oder Nein: Ich habe allergrößten Respekt! Du schaffst es, den Betrachter zu informieren und zu fesseln – Klasse. Und immer wieder diese Fotos.
    Weiterhin viel Freude am Entdecken und bitte immer schön im Sattel bleiben
    Viele Grüße, Rolli

  4. Hi,lieber Paul-zu üblicher Zeit um 1 Uhr in der Früh‘-danke für Deine Geburtstagsgrüße-ich gehöre nun ja auch zum „Club“!!Bin froh,daß Du zu einem guten Abschluß gekommen bist und Du nun nur noch auf Deine liebe Kathy warten mußt,damit Ihr beide zusammen neue Eindrücke sammeln könnt;sie ist ja schon voller Vorfreude lt.Telephonat gestern mit ihr.So wünsche ich Euch noch angenehme Überraschungen, viele bunte Ostereier und ein jubelndes Wiedersehen nach so langer Zeit der Trennung!! Alles Liebe Axel und Marianne

  5. Servus Paul,

    wahnsinn – das sind tolle Erlebnisse. Kannst Du den GTV mitbringen? im Übrigen: oben in der Mitte auf Deinem Blog steht „Home“… ich wünsche Dir auch eine gute Heimreise. Wann sehen wir uns?
    Ich freue mich schon auf die Abende bei der BMW Motorradtour, wo Du sicher viel erzählen wirst.
    Viele Grüße auch von Anja
    Michael

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