Erstes Post Sciptum: Wiedersehen in Chile

Nach nun fünf Monaten sehen wir uns wieder! Riesenfreude!!

Kathy, meine Frau, kommt nach Santiago um mich aus Südamerika zurück nach Bayern zu bringen – jedoch nicht ohne selbst einen großen Schluck Chile mitzunehmen.

Gemeinsam starten wir also eine dreiwöchige Entdeckungsreise, bei deren Start ich noch den Reiseführer spielen kann.

Zum Eingewöhnen machen wir einige Spaziergänge durch Santiago. Wir sehen uns die Wachablösung an der Moneda, dem Amtssitz des Präsidenten, an und

spazieren durch die Stadt, wir ‚erlaufen‘ sie uns. Besonders das Künstlerviertel ‚Bellavista‘ mit ‚La Chascona‘ (Wuschelkopf), einem der drei Häuser von Pablo Neruda, am Fuße des Cerro San Cristobal  hat es uns angetan.

Vom Cerro San Cristobal bekommen wir mit der Aussicht über die ganze Stadt eine Idee über Größe und Lage der Stadt.

Chile ist gut 4.000 km lang und startet im Norden mit einer Wüste, die auf der Welt einzigartig ist – der Wüste Atacama, sie soll der trockenste Platz auf der Erde sein. Wir fliegen also zuerst von Santiago nach Calama – die Stadt, in deren Nähe  auf der Königsetappe meiner Motorradreise nach fast 400 km ‚Schlamm- und Ripiostrasse‘, die Teerstrasse wieder begann. Mit dem Auto geht es über einen unbenannten ca. 3.400 m hohen Pass in die Atacama, einem Hochtal auf ca. 2.500 m, einer ovalen Pfanne gleich, nach San Pedro de Atacama. In dieser Wüstenei gibt es auch ein Salar, das sich nach Süden erstreckt. Viel kleiner als das Salar de Uyuni in Bolivien verfügt es aber über eine Besonderheit. Süßwasser aus den Bergen bildet Lagunen, in denen Flamingos und andere Vögel ein Umfeld finden, in dem sie problemlos überleben können.

Nach ein paar Tagen haben wir uns an die Höhe gewöhnt und wir können uns ohne Bedenken zum Altiplano, der Andenhochebene auf etwa 4.000 m ±, aufmachen. Wir wollen die hohen Berge, die Lagunen und vielleicht auch ein paar der dort heimischen Tiere sehen. Von San Pedro aus fahren wir nach Osten in Richtung des Paso de Jama. Eine Rampe von ca. 55 km bringt uns von 2.500 m auf 4.841 m – ein Höhenrekord für Kathy. In dieser Höhe wächst kein Baum, kein Strauch und auch kaum ein Grashalm.

Was aber schon zu finden ist, sind Lagunen – Seen, die sich aus Schmelz- und Quellwasser speisen und wegen des abgelagerten Salzes im Gestein zu salzigen Lagunen werden. Trotz dieser Voraussetzungen bieten diese Hochseen einer Vielzahl von Tieren die Lebensgrundlage.

Wir sehen Andenflamingos, eine spezielle Entenart, eine Menge kleinerer Wasservögel aber auch Vicuñas, die wild lebenden Verwandten der Llamas und Alpacas.

Die umliegenden Berge bieten ein atemberaubendes Panorama. Sie sind von den Niederschlägen der letzten Woche mit Schnee bepudert, ein Zeichen, dass der südliche Winter naht.

Nicht nur daran erkennt man, dass die Hauptsaison, der Sommer, vorbei ist. Auch in San Pedro sind nur noch wenige Touristen unterwegs, es ist ruhig und richtig gemütlich. Das Wetter ist wunderbar und in der Sonne kann man es noch sehr gut aushalten. Ganz im Gegensatz zu meinem letzten Besuch sehen wir hier keine Wolken und es ist wirklich so trocken, wie es immer heißt.

Mit einem wunderbaren Sonnenuntergang im Valle de la luna schließen wir unseren Besuch in der Wüste ab.

Wie es im Süden weiter geht, steht in einem weiteren ‚Post scriptum‘.

5 Antworten auf „Erstes Post Sciptum: Wiedersehen in Chile“

  1. Grias eich!
    Die Fotos sind wie aus einem Bildband – WOW!!!
    Wünsch Euch beiden weiterhin noch eine super schöne Zeit und freu mich riesig auf unser Wiedersehen!!
    Mit einem „Flug-Besito“ 😉
    Eure Claudi

  2. Hallo Ihr Chileunsichermacher,
    toll, euer Bericht aus dem Norden! Da ich da noch nie war, würde mich das schon auch noch reizen…
    Wisst Ihr übrigens, dass Ihr bei eurer Fahrt an der Küste (Badeorte südlich Valparaiso, etwas nördlich des Hafens von San Antonio) auch an dem Ort „El Tabo“ vorbei gekommen seid, wo Halina mit ihrer Famile und ihren Freunden Sommer für Sommer verbracht hat!?!
    Jetzt seid Ihr ja schon weit im Süden, wie der GPS-Sender im Internet anzeigt…
    Viel Spaß weiterhin!
    Viele liebe Grüße von
    Eckhard und Halina

  3. Hallo Paul und jetzt endlich auch Kathi!

    Viel spass und viele grusse von Wilma und Peter.

  4. Tolle Sache die Du da unternommen hast. Ich habe gerade mal Deine Alben durchforstet. Klasse. Glückwunsch zu dieser tollen Reise. Ich wünsche Euch Beiden noch eine Gute Reise bevor es wieder nach Hause geht. Falls Ihr nochmal in Villarrica seid, dann schaut doch mal bei uns auf der Husky Farm vorbei. Liebe Grüße Konrad (aus dem Cafe Edelweiss in Villarrica)

  5. habe mich lange nicht gemeldet, wollte euch mal ein bisschen euren urlaub geniessen lassen. ich freue micht , dass es euch gut geht und ihr nun auch zusammen noch soviel erleben könnt. über die ostergrüsse haben wir uns sehr gefreut, waren auch ein bisschen unterwegs auf der insel und drum habe ich auch länger nicht ins internet geschaut. das wetter war bei uns über ostern ja nicht so super, viel regen aber nicht kalt. für unseren gemüsegarten super. habe nicht giessen müssen. jetzt wird es wieder schön und die sonne scheint.
    diese woche landet ihr ja auch wieder in der heimat, hermann wird euch dann auch tel. kontakten nehme ich an, weil er in augsburg ist nächste woche. ich halte hier die stellung.
    ganz liebe gruesse an euch beide und bis bald mal wieder
    sonny

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